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Dienstag, 12. Januar 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
169. Veranstaltung

„… Nicht Drehen und Springen“ - Tanz und Lebensfreude zur Zeit Lucas Cranach des Jüngeren

Les Matelots
Jirí Berger - Renaissancetraversoflöte
Michael Spieker - Renaissancegeige und Viola
Christoph Sommer - Renaissancelaute und Gitarre
Mareike Greb und Bernd Niedecken - Tanz


Tänze aus der „Orchésographie“von Thoinot Arbeau (1519 – 1595)
Lieder und Madrigale von Hans Neusiedler (1508 / 09 – 1563),
Cipriano de Rore (1515 / 16 – 1565) und Hans Leo Haßler (1564-1612)
Improvisationen über beliebte Cantus Firmi des 16. Jahrhunderts


Wenn ein Regelbuch aus dem 16. Jahrhundert den Studenten der Wittenberger Universität vorschreibt, sie sollen sich beim Tanzen „nicht drehen und springen“ – dann haben sie offenbar genau das getan: ausgelassen getanzt und eben nicht nur Kirchenlieder gesungen. Lucas Cranach der Ältere (1472 – 1553) war mit Martin Luther befreundet und trug als Hofmaler in Wittenberg die Reformation im Bild weiter. In Wittenberg geboren, prägte sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere (1515 – 1586) das gesellschaftliche Leben der Stadt entscheidend und wurde sogar Bürgermeister. Und hier, in der Lutherstadt, genoss man das Leben. Lieder, Chansons, Motetten, Madrigale und Tänze aus ganz Europa fanden den Weg nach Wittenberg. Das Programm mit beliebten Kompositionen und Tänzen der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zeigt, wie ein Abend mit Musik und Tanz zur Zeit Lucas Cranachs des Jüngeren ausgesehen haben könnte. Das Ensemble Les Matelots spielt Kammer- und Tanzmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten. Die Eine Besonderheit sind die vielfältigen improvisatorischen Elemente, wie sie der Musizierpraxis der Reformationszeit entsprechen. Zwei ausgewiesene und renommierte Spezialisten des Renaissancetanzes, Mareike Greb und Bernd Niedecken, bieten Tänze im historischen Kostüm dar.

www.lesmatelots.com
www.mareike-greb.de



Dienstag, 2. Februar 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
170. Veranstaltung

Ein Rückblick auf die Krippe - Musik zu Mariä Lichtmess

Barbara Christina Steude - Sopran
Claudia Pätzold - Cembalo

Maria: Jungfrau-Mutter-Madonna
Kunstbetrachtung mit Regina-Jutta Ponizil, Kunsthistorikerin

Der 2. Februar ist traditionell der Tag, an dem die Tannenbäume aus den Kirchen geräumt und die Krippenfiguren verpackt werden. Es ist das letzte Fest in der Weihnachtszeit. Das Datum berechnet sich vom 25. Dezember her, denn zählt man vom 1. Weihnachtstag 40 Tage weiter, kommt man zum 2. Februar. 40 Tage sind in der jüdisch-christlichen Tradition ein Zeitmaß, dass sich in den 40 Tagen der Fastenzeit wiederfindet. Der biblische Bezug von Lichtmeß ist die alttestamentliche Vorschrift, daß Frauen sich 40 Tage nach der Geburt einer kultischen Reinigung unterziehen müssen. Da der Erstgeborene Gott geweiht war, wurde er im Tempel "dargestellt". Der Name Lichtmeß (-messe) erklärt sich daraus, daß die Kerzen für das kommende Jahr geweiht wurden. Das Licht symbolisiert Christus. Die mit nach Hause genommene Kerze wurde beim Gebet wie auch bei Unwettern angezündet. Für Knechte und Mägde gab es einige Tage frei, da die Weihnachtszeit offiziell mit Lichtmeß endete und die Feldarbeit begann.

Die Lichtsymbolik leitet sich direkt aus dem Bericht bei Lukas her. Als die Eltern das Kind in den Tempel bringen, werden sie von dem greisen Simeon und der 84-jährigne Witwe Hanna erwartet. Simeon nennt das Kind „ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für sein Volk Israel.“ Das Preislied des Simeon wird in der Komplet, dem letzten Teil des kirchlichen Stundegebetes, betet: „ Nun läßt du, Herr, deine Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Lukas 2,29-32

www.barbara-christina-steude.de



Dienstag, 15. März 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
171. Veranstaltung

POLONICA - polnische Tänze und Lieder für Laute-Solo

Michał Gondko (Basel) - Laute


Außer den Werken, die den Lautenisten am Polnischen Königshof gegen Ende des 16. Jahrhunderts zugeschrieben werden können, gibt es eine Vielzahl an Kompositionen, die als „Polnische Tänze“ oder „Polnische Lieder“ in das Lauten-Repertoire dieser Epoche eingegangen sind und in zahlreichen Quellen der Spätrenaissance zu finden sind. Diese „Polonica“, die sich durch ihren unwiderstehlichen melodiösen Charme und ihre einfache harmonische und rhythmische Textur auszeichnen, verbreiteten sich in ganz Europa, und man kann ohne Übertreibung von der größten musikalischen „Polonisierung“ vor Chopin sprechen. Vierhundert Jahre später hat der polnische Lautenist Michal Gondko die Lautentabulaturen von ca. 1600 wieder aufgespürt und präsentiert in seinem Konzert 40 Kompositionen, die größtenteils noch nie zuvor eingespielt worden sind.

http://www.lamorra.info

Steinkreuze & Sühnekreuze

Kunstbetrachtung mit Erich Busse, Pfarrer i.R.

Sühnekreuze sollten im Mittelalter die Blutrache beenden. Sie markieren damit einen wichtigen Schritt beim Übergang von altem germanischen Recht und Brauchtum zum christlich geprägten Weltbild und zur modernen Rechtspraxis. Es gibt in Europa mehrere Tausend steinerne Sühnekreuze. Nur bei einem verschwindend geringen Teil sind zuverlässige Informationen aus der Entstehungszeit überliefert. Die aber sind hochinteressant, weil sie uns viel über die Vorstellungswelt, die Rechtspraxis und die sozialen Verhältnisse erzählen. Das Kreuz im Großen Garten hat eine interessante Form, aber keine zuverlässigen Informationen über die Hintergründe, die zu seiner Aufstellung führten.



Dienstag, 5. April 2016 - ACHTUNG: NUR 19.30 Uhr!
172. Veranstaltung

OFFENES PALAIS EXTRA

Klangwerkstatt

Günter Baby Sommer - Schlagzeug und Percussion

Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. 
Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. 
Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.

www.babysommer.com

(im Rahmen der Foto-Ausstellung von Matthias Creutziger. Veranstalter: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH)

Kartenvorverkauf

Buchhandlung LeseZeichen,
Prießnitzstraße 56, 0351 - 803 39 14,
Mo. - Fr. 10 - 19 Uhr, Sa. 10 - 14 Uhr

und im Bahnshop der Parkeisenbahn im Bahnhof Straßburger Platz (Lingneralle/Lennéstr.)
vom 25.3.- 1.4., tägl. 10-18 Uhr.

Restkarten an der Tageskasse.




Dienstag, 19. April 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
173. Veranstaltung

(zur Foto-Ausstellung von Matthias Creutziger im Palais Großer Garten)

Masaa - traditionelle arabische Musik und zeitgenössischer Jazz

Ensemble Masaa (Deutschland/Libanon)
Rabih Lahoud - Gesang
Marcus Rust - Trompete
Clemens Pötzsch - Piano
Demian Kappenstein - Schlagzeug


Dämmerung zwischen den Zeiten: Wechsel von Tag zur Nacht. Nur einen Moment. Spielerisch bewegt sich Masaa zwischen Orient und Okzident, zwischen Vertrautem und Fremden. Mit Reiseeindrücken und Erinnerungen im Gepäck, werden die Musiker im kammermusikalischem Rahmen zu Grenzgängern zwischen traditioneller arabischer Musik und zeitgenössischem Jazz. Dabei stehen die improvisierten Gedichte Rabih Lahouds im Mittelpunkt. Durch die eigens geprägte Stilistik gelingt es Masaa, sich den üblichen Klischees von Orientalismen zu entziehen. Vielmehr kann man die Musiker dabei beobachten, wie sie aus der Fülle ihrer persönlichen Welten ein poetisch-musikalisches Mosaik entwerfen, das die Vielfalt des Lebens einfängt.


„Distanz ist so etwa das letzte Wort, das einem zu Afkar, der zweiten CD von Masaa, einfallen würde. Die Musik des Quartetts um den im Libanon geborenen Sänger Rabih Lahoud strahlt eine Dringlichkeit und Leidenschaft aus, wie man sie - nicht nur im deutschen Jazz - nur selten zu hören bekommt. Hier ist ein Sänger, der den ganzen Weg von innigen Passagen bis zu emphatischen Ausbrüchen geht - und das nicht, weil er es kann, sondern weil er es muss. Seine ausdrucksstarke Stimme wird von klug arrangierten Kompositionen gestützt, die seit dem Debüt "Freedom Dance" noch eigenständiger geworden sind. Arabisches, Jazz, Kammermusik, Experimentelles und Improvisation verbinden sich so schlüssig, dass beim Hören der Versuch, ihrem Ineinanderfließen analytisch zu folgen, nach kürzester Zeit völlig in den Hintergrund tritt. Die Musik lädt dazu ein, in den Klang einzutauchen und sich mit ihm treiben zu lassen. "Afkar" ist ein großer Wurf.“

www.masaa-music.de



Dienstag, 10. Mai 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
174. Veranstaltung

Arktische Klänge

Brita Falch Leutert (Norwegen) - Gesang, Fiedeln
Jürg Leutert (Schweiz) - Maultrommeln, Gesang, Trommeln


Duo Vargfot (Norwegen/Schweiz): Brita Falch Leutert und Jürg Leutert
Moraharfe (Schlüsselgeige aus Skandinavien), Rebeq, Harfen, Zither, Ziegenhorn, Rindenhorn, Perkussion, Glocken, Naturflöten, Maultrommeln, Portativ


Johan Christian Dahl - Von Norwegen nach Dresden

Kunstbetrachtung Dr. Gerd Spitzer, Oberkonservator i.R.

Sie fuhren bis ins Schwarze Meer und die Wolga entlang bis in das Kaspische Binnenmeer hinein. Am Nordkap konnte man ihnen ebenso begegnen wie an den südlichen Gestaden des Mittelmeeres. Sie errichteten Herrschaften, wo vorher niemand geherrscht hat, sie überrannten bestehende Reiche und errichteten neue. Sie belebten die Wirtschaft und befruchteten Kulturen. Und dann traten sie unvermittelt wieder aus der Geschichte: die Wikinger. Ihre Kultur ist teilweise in der Kultur Skandinaviens aufgegangen. Traditionelle skandinavische Lieder und rekonstruierte Musik der Wikinger werden zusammen mit erhaltenen ältesten Kirchengesängen Norwegens in einem einstündigen Programm dargeboten.

Das Duo Vargfot (deutsch= Wolfspfote) besteht aus dem Ehepaar Jürg Leutert und Brita Falch Leutert. Beide haben die Konzertreifeprüfung auf der Orgel in der Schweiz abgeschlossen. Diesen Beruf üben beide aus als Kantoren auf den Lofoten in Nordnorwegen. Im Laufe der letzten 15 Jahren haben beide sich intensiv mit Volksmusik und mittelalterlicher Musik befasst. Das Duo bestreitet regelmäßig Konzerte am Wikingerfestival auf den Lofoten. Das Repertoire ist eine Mischung aus alten, meist lokalen Volksliedern samt kirchlichen und weltlichen Gesängen aus Skandinavien. Einige stammen sogar aus der Wikingerzeit. Diese Lieder werden abwechslungsreich auf sehr unterschiedlichen Instrumenten präsentiert. Das Duo tritt in zeitgerechten Kostümen aus der Wikingerzeit auf.

Der Skandinavier Johan Christian Dahl (1788-1857) war in Dresden der bekannteste Vertreter romantischer Landschaftsmalerei neben Caspar David Friedrich, der ihm zum engen Freund geworden ist. Gebürtig aus dem norwegischen Bergen, kam Dahl 1818 über Kopenhagen zunächst auf einer größeren Reise in die sächsische Haupt- und Residenzstadt an der Elbe, und hat dann nahezu sein gesamtes weiteres Leben hier verbracht. Die enge Verbindung zur nordischen Heimat jedoch, die er auf ausgedehnten Reisen wiederholt besuchte, gab er niemals auf. Gerade die Bewahrung von norwegischer Kunst und Kultur lag ihm besonders am Herzen. So erreichte Dahl im Zuge seiner Studien zu den alten Stabkirchen in Norwegen auch die Versetzung der Stabkirche Vang ins Riesengebirge, er war durch vielfältige Einflussnahme einer der Vorkämpfer für den Denkmalschutz in seiner skandinavischen Heimat und wurde zum ersten Ehrenmitglied der Norwegischen Gesellschaft für die Bewahrung des nationalen Erbes.



Dienstag, 14. Juni 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
175. Veranstaltung

(in Kooperation der Reihe „SprachSpiele“ von KlangNetz Dresden)

MenschenSprachenMusik

Ensemble AUDITIVVOKAL DRESDEN
Leitung: Olaf Katzer


In den letzten Jahren hat sich AUDITIVVOKAL DRESDEN zu einem der führenden Ensembles auf dem Gebiet der zeitgenössischen Vokalmusik entwickelt und kreiert mit der „Neuen Dresdner Vokalschule“ eine eigenständige, zeitgenüssliche Aufführungspraxis. Die als Gesamterlebnis konzipierte Veranstaltung „MenschenSprachenMusik“ schafft einen facettenreichen Überblick über Evolution, Entwicklung und Wandel vielsprachlich-musikalisch-kommunikativer Prozesse.

Der dramaturgische Bogen spannt sich vom akustischen Experimentieren mit der Nachahmung von tierischen Lauten und Geräuschen, über die Darstellung von Elementen der Körper- und Gebärdensprache hin zur Beschäftigung mit Klang- und Sinnbildern innerer und religiöser Welten.

www.auditivvokal.de



Dienstag, 9. August 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
176. Veranstaltung

Pans Wiederkehr

Mittelalterliche Liebeslieder über die Kräfte der Natur

Ensemble Sanstierce
Maria Jonas - Gesang
Bassem Hawar - Djoze (irakische Fidel)
Dominik Schneider - Laute
Thomas Friedlaender - Schlagwerk


Von Wilden Männern, Faunen und Nymphen

Kunstbetrachtung mit Dr. Maria Anna Flecken, Kunsthistorikerin

Im Palais Großer Garten stehen mehrere Barock-Skulpturen, die den Gott Pan darstellen. Unser Programm nimmt darauf Bezug: Der Gott PAN – Das Wild jagend schweift er in den Bergen und Waldesschluchten umher, ein scharfer Späher. Er ist der Gott, der nichts
vorhat und doch ständig getrieben ist, der die Geselligkeit über alles liebt und doch der einsamste unter den Göttern ist. Ein Müßiggänger, dem keine Stunde schlägt, der Freude hat an Musik und Tanz. Er spielt schönere Weise als irgendein Vogel, der im Blütenmonat des Frühlings sein Klagelied im Gezweig flötet. Und wenn es Abend wird, kehrt er heim in den Schatten seiner Berghöhle und bläst sich auf der Hirtenflöte sein Schlaflied – und mit ihm
singen und tanzen die Bergnymphen. Pan gehört in die Wildnis. Aber die Wildnis ist eine seltene Insel geworden in einer Welt der Städte und Straßen. SANSTIERCE bewegt sich jenseits gangbarer Wege, die zu bestimmten Orten führen: Maria Jonas, Bassem Hawar, Thomas Friedlaender und Dominik Schneider geleiten uns in die Weiten Arkadiens, dort wo die Pfade ziellos laufen und die Urkräfte walten. In den Tänzen und Pastourellen, die sich durch kunstvolle Form und natürliche Anmut der Sprache auszeichnen, nicht selten aber auch ins Schlüpfrige ausarten – lassen sie den Naturgott Pan
wiederkehren.

www.sanstierce.de



Dienstag, 13. September 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
177. Veranstaltung

Ein musikalischer Wettstreit zum 400. Geburtstag von Johann Jakob Froberger (1616 - 1667) und Matthias Weckmann (1616 - 1674)

Anne Schumann - Violine
Thomas Friedlaender - Zink
Eva-Maria Horn - Dulcian
Ercole Nisini - Posaune
Sebastian Knebel - Cembalo


Matthias Weckmann war Schüler von Heinrich Schütz und Hoforganist in Dresden, später Jakobiorganist in Hamburg. Seine äußerst einfallsreiche und ausdrucksstarke Musik gehört zum Feinsten, was uns aus dem 17. Jahrhundert überliefert ist, und er zählt zu den bedeutendsten Dresdner Komponisten der Musikgeschichte. Johann Mattheson berichtet von einem Wettstreit von Froberger mit Weckmann in Dresden. Obwohl Froberger als Sieger eine goldene Kette gewann, zollte er dem Kontrahenten größten Respekt, und es entstand eine intensive Freundschaft.




Dienstag, 11. Oktober 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
178. Veranstaltung

(in Zusammenarbeit mit dem HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST)

Das Berliner Gambenbuch - erlesene Erbauungs- und Andachtsmusik des 17. Jahrhunderts

Ensemble Art d'Echo
Kai Roterberg, - Gesang
Juliane Laake - Viola da gamba
Magnus Andersson - Laute
Klaus Eichhorn - Orgel


In der Französischen Nationalbibliothek liegt ein sehr ungewöhnliches Notenmanuskript aus dem 17. Jahrhundert. Es ist gefüllt mit Werken für die Sologambe. Es wurde im Jahr 1880 in Berlin gekauft und gilt als eine Sammlung aus dem Brandenburger Raum. Das winzige Büchlein enthält auf seinen 270 Seiten einen einzigartigen Schatz handgeschriebener Musik, von welchem bislang nur winzige Bruchstücke veröffentlicht wurden. Es gibt weltweit nur drei oder vier vergleichbare Sammlungen, unter denen jedoch keine so umfangreich wie dieses Manuskript ist.
Viele der darin enthaltenen Stücke sind ausschließlich in diesem Büchlein zu finden und zum größten Teil anonym überliefert. Das lässt reichlich Raum für Spekulationen: Wer hat diese Werke geschrieben und – mindestens ebenso spannend – für wen?
Denkt man daran, dass der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, welcher zur Entstehungszeit des Manuskriptes in Brandenburg regierte, selbst Gambe spielte und an seinem Hof die berühmtesten Gambisten seiner Zeit versammelte, erahnt man die Bedeutung dieser Handschrift für die noch so wenig bekannte und erforschte Musik dieser Zeit in der Region Berlin-Brandenburg aber auch sehr weit darüber hinaus.
Vor dem Hintergrund, dass außerhalb Englands nur verschwindend wenige Sammlungen mit Werken für die Sologambe aus dem 17. Jahrhundert bekannt sind, liefert das neue Album der Gambistin Juliane Laake mit vielen Welt-Ersteinspielungen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Wiederentdeckung vergessener Musik insgesamt.

www.julianelaake.de



Dienstag, 8. November 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
179. Veranstaltung

November-Blues

Bob Beeman - Stimme, Gitarre und Mundharmonika

Ruhiger Blues und Folk im Stil der amerikanischen Singer-Songwriter-Tradition. Die englischen Texte erzählen vom eigenen Weg, von Lebensmut, vom Mond und vom Segeln.


„Bob Beeman hat seine bemerkenswerte Solokarriere als Songwriter jahrelang als Popstar nebenher betrieben. Nach der selbstverordneten Pause der „Mother’s Little Helpers“ lässt er sie hochkochen. Die Band blieb in der Stadt, er sitzt am Feuer an der Ostsee und frönt schönster Triebtäterei. „Inferno“ ist sein zweites Soloalbum und die distanzloseste Einladung seines umfangreichen Gesamtwerkes. Er sitzt tatsächlich mit im Schlafzimmer des Hörers. Sehr warme Lieder und uralter Blues erzählen von der Arbeit eines guten Feuers. Die Späne sind klug gehobelt, die Funken sprühen im Gleichgewicht. „Wir leben in einer infernalischen Zeit,“ sagt er, „ich gehe da durch, und nur das Feuer gibt mir die Stille und die Ruhe, die Songs zu reinigen.“ Jedes Lied ein Brand an der ewigen Fackel des Blues.“ Matthias Hering

Bob Beeman wurde 1980 in Berlin geboren. Erst im Umland und später im Prenzlauer Berg verbrachte er seine Jugend. Mit 14 absolvierte er die ersten Auftritte mit der Rhythm und Blues combo “Hempbells“. Später sollten eigene Projekte folgen. unter anderen mit Erik Wisniewski und Johannes Gerwien die Band “Ginger Candy”. Mit 17 schloss er sich den “Mother’s little Helpers” an und sammelte Erfahrungen bei Gigs in ganz Deutschland sowie mit der Plattenindustrie. (Bmg, Universal Music) .Gleichzeitig war er aber auch an einem Feuer hier und dort einzeln zu erleben oder machte Musik mit den “Stormbirds“. Diese Band begleitet ihn bis heute.

www.beemusic.net



Dienstag, 13. Dezember 2016, 14.30 und 19.30 Uhr
180. Veranstaltung

Wirbeleynachten - zwischen Ochs und Esel, Krippen und Altstadt!

Erzgebirgisches Volksliedgut, bekannte Weisen - auch aus dem Morgenland - und klingende Schmuckstücke aus aller Welt, eine musikalische Weihnachtswunderwelt der Regionen und Jahrhunderte.

Ensemble WIRBELEY:

Anna Katharina -, Georg Arthur - und Cornelia Schumann, Michael App und Eike Geier-Tautenhahn mit Bratsche, Akkordeon, Laute, Trompeten, Hörner und Flöten, sowie Hu Lu Si, Duduk, Organetto, Singende Säge, Lyra, Zink, Daf, Davul (um auch einige der exotischeren Instrumente zu nennen)



Dienstag, 10. Januar 2017, 14.30 und 19.30 Uhr
181. Veranstaltung

Der Historische Tanzball Nr. II

Mareike Greb - Tanzmeisterin
Michael Spiecker - Violine und Gesang
Thomas Friedlaender - Schlagwerk

Nach dem außerordentlich großen Erfolg im September 2015 wird der Historische Tanzball nunmehr zu einer Institution.
Tanzmeisterin Mareike Greb lädt ein zu Gesellschaftstänzen aus Renaissance und Barock.

Tanzen macht Spaß!



www.mareike-greb.de













ÄNDERUNGEN IM PROGRAMM SIND NICHT BEABSICHTIGT ABER VORBEHALTEN.

Veranstalter: Förderverein Palais Großer Garten e.V.
Konzept und Organisation: Thomas Friedlaender und Marius Winzeler

Wir bedanken uns herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit
und großartige Unterstützung durch alle
Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle Großer Garten,
insbesondere bei Cornelia Franke und Georgia Zwanzig.

Herzlicher Dank für freundliche Unterstützung:



BuchHaus Loschwitz

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COMBASE AG


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Förderverein Palais Großer Garten e.V.


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