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Dienstag, 19. Februar 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Lautenduos von A - Z

Andreas Arend und Ophira Zakai, Lauten

Es ist etwas besonderes, wenn zwei Lautenisten gemeinsam die klanglichen Tiefen ihrer Instrumente ausloten.

Selten gehörte Komponistennamen liest man da auf dem Programm. Im Zentrum steht die eigenartige Hommage an einen Großen der Zunft: Francesco da Milano, genannt "il Divino", der Göttliche. Joan Matelart hat seinerzeit dessen Recercare und Fantasien als Grundlage genommen für Duette, indem er eine zweite Partie zu dem schon existierenden Stück schuf. Mit verblüffendem Ergebnis: Man hört eine dichte, vielstimmige Musik, kann aber noch den edlen ursprünglichen Rahmen erkennen - Das ist Renaissance am Umbruch zum Manierismus.

Und das ist auch genau die Zeit - die Elisabethanische - zu der in England einige der schönsten Werke für Laute entstanden. Namen wie John Dowland, Thomas Robinson oder Francis Cutting zergehen Kennern wie Süßigkeiten im Munde. Die Laute - ein Inseldasein? Im Falle dieser Musik ja, und zwar ein höchst angenehmes britisches, und definitiv "vielsaitiges".

Dienstag, 12. März 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Hui matin l'ajournee (Heute früh im Morgenlicht)

Musik des Mittelalters aus Armenien, Frankreich, Italien und Spanien u.a. Codex Las Huelgas (13.Jh), Gillebert de Berneville (um 1250-1280), Codex Rossi (um 1360) und

Guillaume de Machaut (1300-1377)

Javier Robledano Cabrera (Spanien) - Countertenor
Corina Marti (Basel) - Mittelalterflöten und Doppelflöte und Clavisimbalum

Guillaume de Machaut ist uns heute vor allem als Komponist und Dichter bekannt, zu seiner Lebzeit war er aber ebenso tätig als Notar "clerc-écrivain" - gerade diese Tätigkeit brachte ihn in verschiedene Länder, u.a. Polen und Litauen. Zurück in Frankreich trifft Machaut und Philippe De Virty, dessen Motette "In Tribum quem" von einem anonymen Meister für ein Tasteninstrument intabuliert wurde. Diese Handschrift, Robertsbridge Codex, findet sich heute in England.

Motetten aus dem Codex Huelgas sind ein Zeugniss von über 100 Jahren Musikgeschichte. Das Repertoire erstreckt sich vom Ende des 12. bis zum Beginn des 14., mit Schwerpunkt auf der Musik der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Nicht nur Motetten sondern auch Prosa, Messteile und Conductis sind hier vertreten.

Manche Lieder der Trouvère und Troubadours finden wir wieder in den Motetten des 13. Jahrhunderts. Die Aschughenlieder armenischer Troubadours erfuhren durch das französische Vorbild nachhaltige Förderung.

Auch in Armenien im Mittelalter gab es die Tradition wandernder Berufsmusiker. Die Sänger deklamierten Epen, die mündlich weitergegeben wurden. Traditionell wurden sie von Flöten begleitet.

Eine andere Gattung, die charakan sind Liturgische Kompositionen die bis ins 5 Jahrhundert zurückdatieren.

Was im frühen 14 Jahrhundert in Italien entsteht scheint wie ein Komet vom Himmel gefallen zu sein, so neu, so anders erscheint diese Musik. Einstimmige Lieder und Intablierungen aus dem Codex Faenza zeichen ein farbiges Bild - oder um es mit dem italienischen Dichter auszudrücken: "Ich bin einer der im Grünen wandelnd immer nach köstlichen Blumen sucht, um mir Girlanden mit neuen Gerüchen zu machen."

Das Programm will so eine Suche sein, durch Frankreich, Italien, Spanien und Armenien, auf der Suche nach musikalischen Girlanden und Gerüchen.

Dienstag, 9. April 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

"Festmahl der Kunst"

Wandelkonzert durch das gesamte Palais aus Anlaß der Ausstellung von Holger John

Hörnerschall in der Mittelhalle,
Trompeten & Pauken im Erdgeschoß,
Perkussion im Treppenhaus,
Gesangsarien im Festsaal

Anna Katharina Schumann, Franziska Jacknau und Thomas Friedlaender-
Barocktrompeten, Jagdhörner, Schlagwerk, Lautsprecher
N.N. Gesang
N.N. Cembalo

Die faszinierende Kunst-Installation "Festmahl der Kunst" von Holger John bestimmt im März/April alles Leben im Palais. Deshalb nimmt auch das Konzertprogramm darauf Bezug: Improvisierend und zwischen Alter und Neuer Musik oszillierend, geleiten verschiedene Stimmen unterschiedlicher Instrumente durch das ganze Haus und nehmen die Zuhörer mit auf eine spannende Erkundungsreise. Höhepunkt ist die Tafelmusik im Festsaal. Dabei werden die Langsäle und die Halle, Treppenhäuser, Ecksäle und eben der große Mittelsaal in ihrer ganz unterschiedlichen Anmutung zum Klingen kommen. Lassen Sie sich mitnehmen auf diesen ungewöhnlichen, überraschenden Spaziergang – ein Wandelkonzert der besonderen Art.

Dienstag, 14. Mai 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Musik aus Polen - Musik in Polen
u.a. von Tarquinio Merula, Paul Siefert, Martin Gremboczewski und J.P. Sweelinck

Magdalena Cieślar - Sopran
Teresa Piech - Barockgeige
Thomas Friedlaender - Zink
Krzysztof Urbaniak - Orgelpositiv, Regal

Von Nürnberg über Krakau nach Danzig - die Wurzeln und Migration des Konzeptes im polnischen Orgelbau des 17. Jahrhunderts
Vortrag von Krzysztof Urbaniak (Krakau)

Vorgestellt werden Werke der Komponisten, die in 17. Jahrhundert in Polen tätig waren.

Ein sehr wichtiges Musikzentrum war zu dieser Zeit Warschau und deren Königshof, wo schon zu Zeiten von Wladyslaw IV eine ansehnliche Kapelle tätig war. Über diese Kapelle und deren Musiker schrieb Johann Mattheson in seiner "Ehrenpforte" mit großer Bewunderung. Die Einflüsse aus Italien, Deutschland und den Niederlanden kreuzten sich in diesem Ensemble.

Dienstag, 11. Juni 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Franz Schuberts "Winterreise"

Ercole Nisini - klassische Posaune
Katarzyna Drogosz - Hammerclavier.
Tom Quaas - Rezitation

In der Zeit der Romantik war es nicht unüblich,
Liederzyklen für Instrumente zu bearbeiten.
Die „Winterreise“ von Franz Schubert wurde
schon kurz nach ihrer Erscheinung (1828) für
verschiedene Instrumentalbesetzungen umgeschrieben.
Unsere Bearbeitung der Schubert-Lieder wird
auf einer Posaune und einem Hammerklavier
aus der klassischen Zeit aufgeführt.

Um nicht auf die Schönheit der Texte zu verzichten,
werden diese rezitiert.


Dienstag, 9. Juli 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

"Ich bin da, und ich will leben"
Schwedische Lieder von Carl Michael Bellman (1740 - 1795)

Constanze Backes, Sopran und Rezitation
Eva Salonen - Violine
Sören Leupold - Laute

In Schweden kennt ihn buchstäblich jedes Kind, bei uns ist er hingegen nur Eingeweihten bekannt: Carl Michael Bellman, ein Zeitgenosse Mozarts, gilt als einer der genialsten Dichter seiner Epoche. In seinen eingängigen Liedern mischt sich Liebeslyrik mit Naturbeschreibungen, Profanes mit Erhabenem, Trunksucht mit Todesgedanken und über allem thronen die hymnischen Lobgesängen auf das Weib in Gestalt der göttlichen Ulla Winblad. Schon der junge Manfred Krug wusste Bellmans Lieder in Übersetzung von bedeutenden Autoren wie Peter Hacks zu singen.

„Nach zwei Jahrhunderten wird Bellman endlich ein Bestandteil unseres gemeinsamen Kulturerbes. So lange brauchte auch Shakespeare.“ Paul Britten Austin in seiner Bellman-Biografie

Dienstag, 10. September 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Das "Israelsbrünnlein" des Johann Hermann Schein

Marie Luise Werneburg (Sopran)
Jana Reiner (Sopran)
Beat Duddeck (Altus)
Friedemann Büttner (Tenor)
Friedemann Klos (Bass)
Christian Skobowsky (Orgel/Leitung)

Johann Hermann Schein (1586 - 1630) war sicherlich der bedeutendste Thomaskantor vor Johann Sebastian Bach. Sein "Israelbrünnlein" ist eine Sammlung von 26 geistlichen Madrigalen, die 1623 in Leipzig erstmals gedruckt worden ist. 23 Madrigale davon sind auf einen alttestamentlichen Text komponiert: aus der unversiegbaren Quelle der Psalmen (deshalb der Titel), aus den Mose-Büchern, aus den Sprüchen Salomons u.a. Die Madrigale des Israelsbrünnleins sind in italienischer Manier komponiert, obwohl Schein niemals in Italien war.

Dienstag, 15. Oktober 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

in Zusammenarbeit mit den HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST
(Motto 2013: DIE WELT ZU DURCHSEHEN - Musikalische Grenzgänger und Brückenbauer zwischen Originalität, Inspiration, Kreation)

ARIA***
Musik um das Lamento d´Arianna
Werke von Zeitgenossen Claudio Monteverdis (1567-1643)

June Telletxea - Sopran
Thomas Friedlaender - Perkussion
Ophira Zakai, Theorbe und Laute
Andreas Arend - Laute
Niklas Trüstedt - Viola da Gamba und Sprecher

Dionysos ist es, der das Mädchen Arianna vor dem einsamen Sterben auf der menschenleeren Insel bewahrt - Catulls vielschichtige Fassung des antiken Mythos zieht einen Rahmen um das Lamento d´Arianna, berühmt durch seinen radikalen Anfang: "Lasciatemi morire" - Laßt mich sterben.
Warum? Theseus hat das Mädchen auf der einsamen Insel "vergessen", beide auf dem Weg nach Athen, auf der Flucht vor König Minos, ihrem Vater.
Am Ende siegt der Tanz, der Rausch, die Ekstase - und es bleibt der Wiederschlag der Wellen am Strand der Insel als Symbol für Leben und Tod.

Dienstag, 12. November 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

"Meine Prager verstehen mich." - Musik in Prager Adels- und Bürgerhäusern

Grundmann-Quartett:
Eduard Wesly - Oboe
Ulrike Titze- Violine
Bettina Ihrig- Violine
Ulrike Becker - Violoncello

Fürstliche Nachbarn: Mozart und Beethoven zu Besuch bei Clam-Gallas
Eine historische Reminiszenz mit Dr. Marius Winzeler, Städtische Museen Zittau

Viele kulturelle Werte wurden zur Zeit Kaiser Joseph II. zerstört, Prag verlor gegen Ausgang des 18. Jahrhunderts seinen Rang unter den Kunststätten des Reiches - nur auf dem Gebiet des Theaters und der Musik war das josephinische Prag führend. Die Prager Kulturmäzene Clam-Gallas ließen ihr Palais sogar umbauen, um dort Theatervorstellungen und Konzerte veranstalten zu können. Viele namhafte Künstler waren in diesem Palais zu Gast, u. a. Wolfgang Amadeus Mozart. "Meine Prager verstehen mich." – Wolfgang Amadeus Mozarts freudiger Ausspruch wird in Prag gern zitiert, belegt ist er jedoch nicht …

Dienstag, 10. Dezember 2013, 14.30 und 19.30 Uhr

Ave meres sterne - Deutsche Weihnachtsmusik des Mittelalters
u.a. Mönch von Salzburg (zweite Hälfte 14. Jahrhundert) und Oswald von Wolkenstein (um 1377 - 1445)

La Mouvance
Christine Mothes – Gesang
Karen Marit Ehlig – Fidel

Jenseits von Blinkreklame, Kaufrausch und "Eia popeia" wird die Weihnachtsbotschaft in der deutschsprachigen Musik des 14. bis 15. Jahrhunderts singend erzählt. Der Mönch von Salzburg sowie Oswald von Wolkenstein waren südlich der Alpen besonders prägend für die Entwicklung mittelhochdeutscher Lieder. In Niederdeutschland führte die religiöse Erneuerungsbewegung der Devotia moderna zu einer eigenen Musiksprache, die u.a. in den Liederbüchern der Anna von Köln und der Catharina Tirs überliefert ist. Neben dem klassischen Sujet des Kindelwiegens ist das Marienlob zentrales Thema der geistlichen Minne.

ÄNDERUNGEN IM PROGRAMM SIND NICHT BEABSICHTIGT ABER VORBEHALTEN.

Kartenvorbestellung:
Buchhandlung LeseZeichen
Prießnitzstrasse 56
01099 Dresden
Tel. 0351-8033914

Veranstalter: Förderverein Palais Großer Garten e.V.
Konzept und Organisation: Thomas Friedlaender und Marius Winzeler

Wir bedanken uns herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit
und großartige Unterstützung durch alle
Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle Großer Garten,
insbesondere bei Cornelia Franke und Georgia Zwanzig.

Herzlicher Dank für freundliche Unterstützung:


BuchHaus Loschwitz

COMBASE AG

COPYLAND

Förderverein Palais Großer Garten e.V.

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