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Dienstag, 13. Januar 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
158. Veranstaltung

En la terr’ estranha – Trobadors in Italien
Werke von Raimbaut de Vaqueiras, Aimeric de Peguilhan, Uc de Saint Circ u.a.

La Mouvance:
Christine Mothes - Gesang
Nelly Sturm - Blockflöten
Karen Marit Ehlig - Fideln

Die Lyrik der provençalischen Trobadors verbreitete sich weit über die Grenzen des Languedoc hinaus bis nach Italien, Sizilien und Galicien. Die Sprache der Dichter, das Okzitanische, wurde selbst noch von Dante Alighieri hoch geschätzt. Im Zuge der Albigenserkreuzzüge wurden die Kartharer, zu denen viele der Trobadors gehörten, aufgrund ihrer religiösen Ansichten verfolgt, vertrieben und getötet. Jenseits der Alpen wurde ihnen Schutz gewährt. Der Name Trobador leitet sich von dem Wort trobar – finden ab. Übertragen bedeutet dies finden, erfinden, ersinnen von Poesie und Melodien für die angebetete, unerreichbare Dame. Dieser Liebesdienst in Worten und Musik, die so genannte fin amour, beflügelte den Einfallsreichtum des Dichters. Die einstimmigen Melodien wurden häufig improvisatorisch von Instrumenten begleitet, was zur Folge hatte, dass keine Aufführung und keine Interpretation der anderen glich.

www.lamouvance.de

Dienstag, 17. Februar 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
159. Veranstaltung

Fasching mit „Drei Damen und ein Gentleman“

Bettina Reinke-Welsh, Marina Scharnberg, Sibylle Neumüller - Gsang Graham Welsh - Keyboard

Dienstag, 10. März 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
160. Veranstaltung

Das Nibelungenlied

Knud Seckel - Gesang, Symphonia (Drehleier), gotische Harfe, 3-Lochflöte, Dudelsack

Sänger Knud Seckel singt wie vor 800 Jahren die Geschichte der Nibelungen auf mittelhochdeutsch, begleitet von gotischer Harfe, Symphonia (Drehleier), Langhalslaute und Rahmentrommel. Weil der Vortrag des gesamten Nibelungenliedes den Rahmen eines normalen Konzertes sprengen würde (ca. 20 Stunden), sind die 39 Âventiuren zum Teil stark gestrafft um den Fluss heutiger Hörgewohnheit zu erhalten.

Entlang des mittelhochdeutschen Textes entsteht das Nibelungenlied in einer historischen Atmosphäre neu. Die Handlung umfasst die ersten neunzehn Âventiuren (der Burgunderhof in Worms, die Brautwerbung Siegfrieds, die Brautfahrt von Gunther nach Island, die Doppelhochzeit von Gunther/Brunhild und Siegfried/Kriemhild, der Zwist und den Tod Siegfrieds durch Hagen und Versenkung des Hortes der Nibelungen im Rhein). Der Vortrag wird nach dem ersten Teil mit Siegfrieds Tod durch eine Pause unterbrochen.

 

Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit mittelalterlicher Musik. Er nimmt Unterricht mit der Drehleier bei verschiedenen Lehrern im In-und Ausland (Pascal Lefeuvre, Valentin Clastrier, Michael Loibner, Nigel Eaton, Patrique Bouffard,u.a.) und studiert Gesang an der EuropaChorAkademie in Mainz. Von 1994 – 2000 studiert er Romanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Heidelberg. Sein Interesse gilt hierbei dem Mittelhochdeutschen und den historischen Sprachen Südwesteuropas. Er ist Mitbegründer des “Ensemble Trecento” im Jahre 1994. Im gleichen Jahr beginnt die Mitwirkung bei der Gruppe “Wünnespil“, die 2001 endet. Seit 2001 künstlerischer Leiter des Ensembles „minnesangs fruehling“. Im Jahre 2003 erscheint die CD „ich zôch mir einen falken“. Seit 2001 tritt er solo im Rahmen von Museums- und Schulveranstaltungen als Minnesänger und Erzähler auf. Seit 2007 ist er als Instrumental- und Gesangslehrer tätig und gibt regelmässig Kurse zur Aufführungspraxis mittelalterlicher Musik. Gastmusiker bei verschiedenen Musik-Projekten (Wildwuchs, Tedesca, Geteiltez spîl, Sängerkrieg auf der Wartburg, Musiktheater Dingo). Minnesänger des Jahres 2007 – 09, mehrere Publikumspreise 2011 und 2013, künstlerischer Leiter der Botenlaubenfestspiele seit 2012

www.minne-saenger.de

Dienstag, 14. April 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
161. Veranstaltung

Das neu erworbene Reisetagebuch des Johann Andreas Silbermann (1712 - 1783)

Kunstbetrachtung mit Katrin Bicher, SLUB Dresden, Musikabteilung

Ein Spaziergang durch die barocke Orgelwelt Europas

von Jakob Hassler, Pablo Bruna, Girolamo Frescobaldi, Johann Caspar Kerll und Johann Sebastian Bach Pavel Černý - böhmisches Orgelpositiv von 1755

Von Februar bis Juni 1741 begab sich der Straßburger Orgelbauer Johann Andreas Silbermann, Neffe Gottfried Silbermanns, auf eine Reise nach und durch Mitteldeutschland. Einerseits auf den Spuren seiner Familie, andererseits mit offenen Augen für die Werke seiner Berufsgenossen machte er längere Stationen in Freiberg, Zittau, Dresden und Berlin und hielt seine Eindrücke und Erlebnisse detailreich in einem Reisetagebuch fest. Die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden konnte dieses Journal im Herbst vergangenen Jahres erwerben.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Offenes Palais“ wird es am 14. April erstmals in Dresden vorgestellt. Silbermanns Notizen zeichnen ein lebendiges Bild des kulturellen Lebens um die Mitte des 18. Jahrhunderts und werden Pavel Černýs musikalischen Spaziergang durch literarische und dokumentarische Abstecher ergänzen.

Pavel Černý nutzt ein Orgel-Positiv aus Böhmen, welches 1753 von Friedrich Semrad gebaut wurde. Es ist ein typisches Instrument des 17. und 18. Jahrhundert, versehen mit allen Komponenten einer großen Orgel: verschiedene Pfeifenreihen (Register), Klaviatur, Windlade, Windkanal, Bälge - aber in kleiner Ausführung. Mit seinen fünf Registern erfüllt es erstaunlich gut auch große Räume. Wie vor 260 Jahren wird ein Kalkant die Bälge ziehen und auf „guten Wind“ achten: ohne Strom, ohne Motor, ohne Verstärkungsapparatur. So werden im Palais die Orgelstücke erklingen, wie es in der Barock-Zeit war. Die Vielseitigkeit des Instrumentes zeigt sich in der Musik, die aus Deutschland, Böhmen, Italien, Spanien, Österreich und anderen Ländern stammt - und am Ende wird auch Johann Sebastian Bachs Musik mit dabei sein…

Dienstag, 12. Mai 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
162. Veranstaltung

Gulliver's Reisen & Der Barbier von Sevilla

Satyros Fagottduo:
Adrian Rovatkay und Christian Walter - Fagott
Andreas Walter - Erzähler

Diesmal haben die beiden Fagottisten Adrian Rovatkay und Christian Walter, Rossinis berühmteste Oper, Geigenduette von Georg Philipp Telemann, ein Buch mit Johnathan Swifts phantastische Reisen, zwei Flipboards, einem Zeigestock und einer Drehleier im Gepäck. Durch die Handlung führt Erzähler Andreas Walter. Kommentar des Publikums: "Endlich hab ich die Oper verstanden.“

www.satyros-dasfogottduo.de

Dienstag, 9. Juni 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
163. Veranstaltung

Tres Morillas - die drei Maurinnen

Lieder des Mittelaltes aus Spanien und Portugal unter muslimischem, jüdischem und christlichen Einfluss

Ensemble Sanstierce:
Maria Jonas - Gesang, Shrutibox
Bassem Hawar - Djoze (irakische Fidel)
a.G.: Thomas Friedlaender - Schlagwerk und arabische Trompete

Tres Morillas, drei Maurinnen, begegnen einem stolzen spanischen Ritter und sie beginnen ein Flirt...

Dieses Lied beschreibt anschaulich die "convivencia" (Koexistenz) zwischen Muslimen und Christen auf der iberischen Halbinsel während der 800jährigen Herrschaft der Mauren - und es ist nicht das einzige dieser Art. Das Lied aus dem Cancionero de Palacio (15./16. Jahrhundert) stammt sogar aus einer Zeit, in der das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen längst Geschichte war! Im Jahre 1492 standen Juden und Muslime vor der Wahl zum Christentum zu konvertieren, durch die Inquisition verfolgt und hingerichtet zu werden oder zu flüchten. Viele der so Verfolgten flüchteten in die Anrainerstaaten rund um das Mittelmeer, die vorwiegend muslimisch waren, aber auch die Juden willkommen hießen.

Uns interessiert in diesem Programm aber vor allem die Zeit der „convicenca“ der drei Religionen, in der auf der iberischen Halbinsel eine Hochkultur entstand, die bis heute in Europa lebendig ist. Denn wer weiß schon, dass z.B. die bis heute wohlbekannte Liedform mit Kehrreim in der Mitte des 10. Jahrhunderts in der Nähe von Sevilla unter jüdischem und muslimischen Einfluss erfunden worden ist?

www.maria-jonas.de

Dienstag, 14. Juli 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
164. Veranstaltung

La flûte d´Allemagne - die deutsche Flöte in Paris

Flötenmusik des Barock - Kompositionen von Blavet, Hotteterre, Couperin und Telemann

Mathias Kiesling - Traversflöte
Cornelia Osterwald - Cembalo

Quasi pünktlich zum Beginn des 18. Jahrhunderts wird die weiterentwickelte Renaissance-Traversflöte als nunmehr konische und mit einer Klappe versehene Barocktraversflöte zum neuen Modeinstrument in Paris. Der feine und wandlungsfähige Klang, der jede kleine Bebung des Atems unmittelbar hörbar macht, scheint ideal in die Zeit zunehmender Individualisierung des künstlerischen Ausdruckes zu passen und inspiriert die berühmtesten Komponisten der Zeit für das neue Instrument zu schreiben. Daß die "Flûte d´Allemagne" oder anderswo auch "German Flute" genannte Traversflöte besonders in Frankreich zu dem Modeinstrument wird äußert sich unter anderem auch darin, daß die höfische Kultur des Sonnenkönigs einige der berühmtesten Flötisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hervorbringt.
In die Klangwelt von Michel Blavet, Jaques Martin Hotteterre, und Francois Couperin möchte Sie dieses Konzert entführen und gleichsam einen Hauch von Versailles in der Sächsischen Residenz verbreiten, welche ja bekanntermaßen einen der berühmtesten Vertreter - Pierre-Gabriel Buffardin - ab 1715 als Flötisten der späteren Staatskapelle gewinnen konnte.

Dienstag, 8. September 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
165. Veranstaltung

Der Historische Tanzball

Mareike Greb - Tanzmeisterin
Michael Spiecker - Violine
Thomas Friedlaender - Schlagwerk
Miyoko Ito-Erhardt - Gambe

...graziöse Tänze zum Zuschauen? Nein! Auch, wenn es immer eine Freude ist Tänzer und Tänzerinnen zu sehen, so ist doch ein Ball eine Gelegenheit das Vergnügen des Tanzes selbst zu erleben! Alle sind eingeladen, gleich welchen Alters, ob mit oder ohne Partner, in historischem Gewand oder festlicher Kleidung. Die Tanzmeisterin Mareike Greb lädt ein zu Gesellschaftstänzen aus Renaissance und Barock, und dem Genuss in Atempausen den Musikern auf Historischen Instrumenten zu lauschen.

Warum Sie kommen sollten?

Tanzen macht Spaß!

Oder, in wohlgesetzten Worten des Tanzmeisters Gottfried Taubert:

Der Tanz ist "Ein Gewinn der Zeit. Der Jugend Gebühr und des Alters Freude. Durch das Tanzen wird das Gemüte der Menschen gestärcket, das Gedächtnis geschärffet, allerhand gemütsnagende Gedancken gestillet, die Lebensgeister ermuntert und zu allen wichtigen Geschäften gleichsam auf das neue beseelet werden.“ (Der rechtschaffene Tanzmeister, Leipzig, 1717)

Dauer: 3x 45 Minuten und zwei Pausen

Kartenvorverkauf:

Buchhandlung LeseZeichen
Prießnitzstrasse 56
01099 Dresden
Tel. 0351-8033914

www.mareike-greb.de

Dienstag, 13. Oktober 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
166. Veranstaltung

Les Voix Humaines - die Blütezeit der Gambe in Frankreich

Musik von Boismortier, Couperin und St. Colombe.

Ensemble „Musicke & Mirth“
Irene Klein und Jane Achtman - Viola da Gamba

www.musicke-mirth.de

Dienstag, 10. November 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
167. Veranstaltung

„Vanitas“ – Musik im Bild

Konzert zum Thema Vergänglichkeit

Ensemble Matís (Basel):
Mira Gloor und Hyeonho Jeon - Blockflöten
Hyngun Cho - Cello
Tiago Leal - Theorbe

Für die Ewigkeit? Motive der Vergänglichkeit in der Kunst des 17. Jahrhunderts
Kunstbetrachtung mit Dr. Marius Winzeler, Museen der Stadt Zittau

www.ensemblematis.com

Dienstag, 8. Dezember 2015, 14.30 und 19.30 Uhr
168. Veranstaltung

Lasst uns froh und munter sein

Traditionelle Weihnachtsmusik aus der Steiermark und ganz Österreich

Ensemble Spafudla (Österreich):
Lucia, Bernadette und Gabriel Froihofer; Daniel Fuchsberger - Violinen, Mandoline, Gitarre, Bass, Schlagwerk, Gesang

www.spafudla.at

OFFENES PALAIS - MUSIK UND KUNST IM GROSSEN GARTEN
Palais im Großen Garten Dresden

Konzertbeginn: 14.30 und 19.30 Uhr
Besichtigung, kleine Gastronomie und Büchertisch ab 14.00 und 19.00 Uhr
Der Konzertsaal ist in der kalten Jahreszeit geheizt!

Karten an der Tageskasse für 14,50 Euro Euro / 12,50 Euro ermäßigt / 5,- Euro Studenten


Kartenvorbestellungen sind weiterhin (neben dem Vorverkauf)
für jede Veranstaltung der Reihe OFFENES PALAIS möglich über
Telefon: 0351 - 803 39 14


Kartenvorverkauf für 8. September und 8. Dezember und Kartenvorbestellung für alle Veranstaltungen:

Buchhandlung LeseZeichen
Prießnitzstrasse 56
01099 Dresden
Tel. 0351-8033914


ÄNDERUNGEN IM PROGRAMM SIND NICHT BEABSICHTIGT ABER VORBEHALTEN.

Veranstalter: Förderverein Palais Großer Garten e.V.
Konzept und Organisation: Thomas Friedlaender und Marius Winzeler

Wir bedanken uns herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit
und großartige Unterstützung durch alle
Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle Großer Garten,
insbesondere bei Cornelia Franke und Georgia Zwanzig.

Herzlicher Dank für freundliche Unterstützung:


BuchHaus Loschwitz


COMBASE AG


COPYLAND




Förderverein Palais Großer Garten e.V.


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